25. März 2013
Die deutschen Feuilletons überschlugen sich mit Lob, aber aus Polen kommt harsche Kritik.
Es geht um die Miniserie "Unsere Mütter, unsere Väter", die vergangene Woche im ZDF lief. Darin wurden die Schicksale von fünf jungen Erwachsenen im Zweiten Weltkrieg geschildert - unter ihnen zwei Wehrmachtssoldaten und eine Krankenschwester, die an die Ostfront kommen. Besonders realistisch und wenig beschönigend sei die Inszenierung, schrieben deutsche Journalisten.
Auch der polnische Journalist Bartosz T. Wielinski hat den Dreiteiler gesehen: Er war entsetzt. Und zwar weil er findet, dass die Miniserie "antipolnisch" ist. Das sagte er dem Blog publikative.org. Demnach sei die polnische Heimatarmee mit der SS gleichgestellt worden, was "völlig falsch" sei. Der Journalist, der auch für die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" schreibt, erklärte, der Dreiteiler reiße die aufgebauten Beziehungen zwischen Deutschland und Polen wieder ein. In seiner Heimat werde das Werk als ein Beweis dafür gesehen, dass die Deutschen die Geschichte verfälschen wollten.
Hier findet Ihr den Blog-Beitrag.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)