26. März 2013

Hauchdünner Tarnmantel von Forschern konstruiert

Einfach einen Tarnmantel über etwas werfen - und schwupp, ist es verschwunden!

Was im Märchen oder bei Harry Potter funktioniert, hat jetzt so ähnlich auch ein internationales Forscherteam geschafft: Sie ließen einen etwa handgroßen Zylinder verschwinden und zwar mithilfe eines hauchdünnen feinmaschigen Kupfernetzes. Das machte den Zylinder unsichtbar, weil es die von ihm reflektierten Wellen sozusagen schluckte. Allerdings funktioniert das erstmal nur bei Mikrowellen und nicht in für uns sichtbarem Licht.

Sowohl Licht als auch Mikrowellen bestehen aus Wellen. Und weil die von Objekten reflektiert werden, können wir die Objekte sehen. Bei dem Tarnmantel überlagern sich aber die gestreuten Wellen von Kupfernetz und Objekt - und löschen sich gegenseitig aus, erklärt Professor Andrea Alù von der Universität Texas. So entstehe der Gesamteindruck von Transparenz und Unsichtbarkeit aus allen Blickwinkeln.

Bisher hatten Wissenschaftler immer versucht, Objekte unsichtbar zu machen, indem sie das Licht darum herum lenkten, mithilfe spezieller Materialien.

Alù und seine Kollegen stellen ihre Forschungsergebnisse im Fachmagazin "New Journal of Physics" vor. - Hier geht es zum Fachaufsatz über den Tarnmantel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)