26. März 2013
"Wir würden einen Riesenaufstand machen, wenn im Ausland kein deutscher Journalist in den Saal dürfte."
Das sagt der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes Michael Konken im "Münchner Merkur". Er kritisiert das Zulassungsverfahren für Medienvertreter beim NSU-Prozess, der in gut drei Wochen beginnt. Dabei haben 50 verschiedene Medien garantierte Plätze bekommen - jedoch keins aus der Türkei und Griechenland; sie können höchstens nachrücken, wenn ein Platz frei wird. Konken forderte, türkische und griechische Nachrichtenagenturen sollten trotzdem zugelassen werden - schließlich stammten neun der NSU-Mord-Opfer aus einem der beiden Länder.
Das Gericht erklärte, die Akkreditierungen seien nach Eingang der Bewerbung vergeben worden - das sei ein objektives und unangreifbares Verfahren. Alternativ hätte man auch per Los entscheiden können - das hätte aber noch mehr Probleme aufgeworfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)