26. März 2013
Wer oft krank ist, hat ein schlechteres Gedächtnis.
So lassen sich die Ergebnisse einer Studie von US-Medizinern zusammenfassen. Dafür untersuchten sie das Blut von mehr als 1.500 Teilnehmern im Alter von durchschnittlich 69 Jahren auf Antikörper gegen fünf gängige Infektionen - unter anderem gegen Herpesbakterien und Erreger von Atemwegsinfektionen. Zusätzlich wurden zu Beginn der Untersuchung die kognitiven Leistungen in einem Standardtest ermittelt und dann jährlich per Telefon überprüft - acht Jahre lang.
Im Fachmagazin "Neurology" berichten die Wissenschaftler, dass bei Menschen, die viele Infektionen überstanden haben, das Risiko bei dem Test schlecht abzuschneiden ein Viertel höher war. Besonders deutlich war das bei Teilnehmern, die keinen Sport trieben und solchen, die einen niedrigen Bildungsstand hatten.
Die zugrundeliegenden Mechanismen konnten die Mediziner nicht klären. Eine Auswirkung auf das Fortschreiten von Demenz konnten sie nicht belegen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)