26. März 2013
Dass der Mensch nicht symmetrisch ist, weiß jeder, der sein Gesicht mal in der Mitte gespiegelt hat.
Doch nicht nur äußerlich, auch von innen ist der Mensch asymmetrisch angelegt, beispielsweise das Herz: Die rechte Hälfte ist für den Lungenkreislauf zuständig, die linke versorgt den übrigen Körper.
Forscher vom Berliner Max-Dellbrück-Centrum für Molekulare Medizin haben mithilfe von Zebrafisch-Embryonen herausgefunden, wie diese Asymmetrie im Herzen entsteht: In einem Fachmagazin schreiben sie, dass das Protein Nodal in einem frühen Stadium der Herzentwicklung auf der linken Seite gebildet wird. Es sorgt dafür, dass die Herzzellen auf dieser Seite schneller wandern. So entsteht schließlich ein funktionsfähiges, asymmetrisches Herz.
Die Forscher hoffen, dass diese Erkenntnis auch bei der Behandlung von Krankheiten beim Menschen helfen kann. Zumindest dann, wenn bei der jeweiligen Krankheit Zellwanderungen eine Rolle spielen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)