27. März 2013
Was hat die politische Geschichte Europas mit der Gesundheit seiner Bürger zu tun?
Ein internationales Forscherteam sagt: "Eine Menge". Wie sie im Fachmagazin The Lancet schreiben, herrscht in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in Sachen Gesundheit auch heute noch großer Nachholbedarf. Die Unterschiede sind der Studie zufolge aktuell sogar noch größer als vor 40 Jahren.
Die Lebenserwartung in den Ostländern liege mit Ausnahme der baltischen Staaten bei Männern um zwölf Jahre und bei Frauen um acht Jahre niedriger als in Westeuropa.
Der Westen habe von Fortschritten in der Medizin, einer effizienten Gesundheitspolitik und strengeren Regeln im Umgang mit Tabak und Alkohol profitiert.
In Russland werde dagegen beispielsweise noch heute Fusel-Alkohol als Rasierwasser deklariert und als unversteuerter Alkohol verkauft.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)