27. März 2013
Der "Marshmallow-Test" ist ein Experiment aus der Verhaltensforschung, das dank des Internets viele Menschen kennen.
Dabei können sich Kinder aussuchen, ob sie lieber sofort einen Marshmallow haben wollen - oder ob sie noch etwas warten und dann später zur Belohnung zwei bekommen. Nicht wenige Kinder werden nach ein paar Minuten doch schwach und essen den Marshmallow vor ihrer Nase auf. Nach Ansicht von Psychologen der Universität Pennsylvania muss das aber nicht unbedingt heißen, dass ihre Selbstbeherrschung aufgebraucht ist. Stattdessen könnte es sich auch um eine bewusste Entscheidung handeln, die etwas damit zu tun hat, dass die Kinder nicht wissen, wie lange sie warten müssen.
Die Wissenschaftler führten verschiedene Experimente durch. Dabei stellten sie fest: Es macht einen großen Unterschied, ob jemand weiß, wann das Warten auf ein bestimmtes Ereignis ein Ende hat. Die Forscher fordern deshalb, die Erkenntnisse über Selbstbeherrschungsmechanismen beim "Marshmallow-Test" zu überdenken.
Die Studie ist im Fachmagazin "Psychological Review" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)