27. März 2013

Verein für Auslandspresse kritisiert Akkreditierungspraxis für NSU-Prozess

Über den NSU-Prozess zu berichten, ist schwierig:

Es gibt nämlich zu wenig Plätze für die Journalisten. Die, die keinen Platz ergattern, müssen vor der Tür warten und hoffen, dass jemand abspringt. Besonders in der Kritik steht, dass türkische Medienvertreter kein Anrecht auf einen festen Platz haben. Diese Praxis wurde gestern vom Oberlandesgericht in München bestätigt.

Der Verein für Auslandspresse sieht darin ein Problem. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Pascal Thibaut, sagte der "Berliner Zeitung", das ganze wirke wie ein Verwaltungsakt. Die Richter hätten wenig Gespür bewiesen. Immerhin seien die meisten Opfer der NSU-Terrorgruppe türkischer Herkunft gewesen. Thibaut sagte, womöglich werde der Verein der Auslandspresse gegen die Vergabe-Regelung in irgendeiner Weise vorgehen. Der Verein vertritt die Interessen von 400 Journalisten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)