27. März 2013
Um Plagiate erkennen zu können, nutzen Professoren spezielle Plagiats-Software.
Aber die taugt nichts - findet die Informatikprofessorin Debora Weber-Wulff von der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitiert aus einem Vortrag von ihr. Demnach kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Software oft überfordert ist - zum Beispiel mit Umlauten - oder, dass selbst dort Plagiate festgestellt werden, wo gar keine sind. Viele Wortfolgen seien eben weit verbreitet. Bei Karl-Theodor zu Guttenbergs Dissertation habe die Software schon auf der ersten Seite ein Plagiat erkannt. Dort stand "Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth". Die Informatikprofessorin meint, eine genaue Kontrolle durch den Prüfer sei wirksamer als Software. Wenn man die Software benutze, solle man statt ganzer Sätze lieber seltene Substantive eingeben. Damit komme man schnell zu den Textstellen, von denen möglicherweise abgeschrieben wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)