27. März 2013
Dieses Spiel bereitet auf den Ernst des Lebens vor:
Junge Murmeltiere balgen sich nicht nur zum Spaß, sondern ermitteln bei Raufereien ihre spätere Position in der Gruppe. Das haben Forscher von der Universität Kalifornien in Los Angeles herausgefunden. Sie haben mehrere Jahre lang den Nachwuchs von Gelbbauchmurmeltieren im US-Bundesstaat Colorado beobachtet. Dabei stellte sich heraus: Die Tiere, die bei den spielerischen Auseinandersetzungen oft gewannen, hatten später einen höheren sozialen Rang.
Die Wissenschaftler glauben, dass richtige Rangkämpfe für die jungen Murmeltieren gefährlich wären. Dabei könnten sie verletzt oder sogar getötet werden. Deswegen hat nach Ansicht der Forscher die Evolution dafür gesorgt, dass der Rang in der Gruppe ohne direkte Kämpfe festgelegt werden kann. Wie und warum junge Tiere spielen, sei aber wahrscheinlich bei unterschiedlichen Arten verschieden.
Die Studie ist im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)