27. März 2013
Unterschichtenmedien gibt es nicht, sondern nur: "Zerstreungsmedien".
So sehen es Forscher des Zukunftsinstituts im hessischen Kelkheim. Sie untersuchten, warum Menschen welche Medienangebote zu bestimmten Gelegenheiten nutzen - und fanden dabei dabei zwei Haupt-Motivationen. Einerseits Zerstreuung, andererseits Konzentration.
Das Bedürfnis nach Konzentration bedienen nach Auffassung der Wissenschaftler vor allem die sogenannten Fokus-Medien wie Bücher, Zeitungen und Kino. Der Zerstreuung dienten dagegen eher Fernsehen, Radio und digitale Medien wie soziale Netzwerke und Mobilfunk-Apps. Von diesen Medien wollten sich die Konsumenten in erster Linie berieseln lassen.
Wichtig ist den Autoren der Studie, dass es sich dabei nicht um reine "Unterschichten"-Medien handelt. Es gehe um das jeweilige momentane Bedürfnis und nicht um den formalen Bildungsabschluss. Zitat: "Auch Philosophieprofessoren erleben Momente, in denen sie sinnlos durch die Kanäle zappen wollen."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)