27. März 2013
Es gibt keine Erbeben? Dann machen wir sie einfach selbst.
US-Geologen gehen davon aus, dass ein schweres Erbeben im Bundesstaat Oklahoma vom Herbst 2011 menschengemacht ist. Im Fachjournal Geology schreiben sie, dass das Erdbeben durch Abwasser ausgelöst wurde. Das sei dort von Förderunternehmen in den Boden gepresst worden. Das Abwasser ist demnach bei der umstrittenen Fracking-Technik entstanden - dabei wird mit einem Gemisch aus Chemie und Wasser Öl oder Gas oder Gestein gewaschen. Das verseuchte Wasser wurde in Oklahoma in ein altes Ölbohrloch gepumpt, um es loszuwerden.
Nach der Studie der Geologen baute das unter der Erde Druck auf. Der entlud sich dann in einem Erdbeben der Stärke 5,7 - dem stärksten, das in Oklahoma je gemessen wurde. Dabei wurden zwei Menschen verletzt und mehrere Häuser und Straßen zerstört.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)