27. März 2013

Flüsse verschwunden: Erster Wasserzensus in China

In China verschwinden Flüsse.

Nach dem ersten nationalen Wasserzensus, gibt es nur noch halb so viele große Flüsse wie vor 60 Jahren. Der Leiter der Studie erklärte, dass sich diese Zahl unter anderem daraus ergebe, dass bisherige Schätzungen altes, unvollständiges Kartenmaterial verwendet hatten. Allerdings hätten auch der Klimawandel, Raubbau und Bauprojekte zum Verlust von Wasservorkommen beigetragen.

Ein weiteres Ergebnis: Fast alle Grundwasservorkommen, aus denen besonders chinesische Städte ihr Trinkwasser beziehen, werden zu stark ausgebeutet. Außerdem gebe es zu wenig Schutz vor Überschwemmungen. Demnach leben fast zwei Drittel der Bevölkerung in Gebieten, die regelmäßig von heftigen Regenfälle oder Überflutung betroffen sind.

Im vergangenen Jahr hatte China angekündigt, bis 2015 umgerechnet rund zwei Milliarden Euro in die Trinkwasserversorgung sowie in den Schutz vor Dürren und Überschwemmungen zu investieren. Experten fordern seit langem, dass China mehr tut für den Schutz von Gewässern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)