27. März 2013

NRW-Wissenschaftsministerin zu Plagiaten: "Es muss Vertrauen zurückgewonnen werden."

"Die Debatten über Plagiate haben dem Ansehen des Doktortitels geschadet."

So sieht es die Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, Svenja Schulze. Im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd sagte die SPD-Politikerin, dass von einem Glaubwürdigkeitsproblem aber keine Rede sein könne. Im Vergleich zu 5.000 Promotionen pro Jahr allein in NRW gebe es im Verhältnis dazu nur eine verschwindend geringe Zahl an Plagiaten. Es seien allerdings auffallend viele prominente Fälle bekannt geworden.

Zu hundert Prozent verhindern kann man Plagiate aus Sicht von Schulze nicht. Wichtig sei es, die Doktoranden gut zu betreuen. Wie Plagiatsvorwürfe in Zukunft geprüft werden, sollte der Wissenschaftsbetrieb selbst entscheiden - zum Beispiel, ob eine übergeordnete Prüfinstanz geschaffen werden soll. Politische Vorgaben lehnt die Ministerin ab.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)