27. März 2013
Das Dschungelcamp ist es nicht geworden, trotzdem gab es von der Grimme-Preis-Jury Lob für die RTL-Sendung.
Die Nominierung des Trash-Formats "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" für den Fernsehpreis hatte für viel Kritik gesorgt. Der Medienwissenschaftler Gerd Hallenberger in der Grimme-Jury nannte es nachvollziehbar, dass die Sendung vorgeschlagen wurde. Das Dschungelcamp sei handwerklich hervorragend gemacht. Außerdem spiegele es gewisse gesellschaftliche Entwicklungen wieder. Hallenberger verglich das Camp mit den Hartz-IV-Reformen: Jeder Job sei zumutbar - in diesem Fall für Prominente, die Geld brauchten. Gutes Handwerk allein reiche aber nicht für den Grimme-Preis - dafür müsse die Sendung auch als Vorbild oder Wegweiser für die Zukunft taugen.
Das ist das Dschungelcamp demnach nicht, wohl aber "Der Tatortreiniger" oder "Switch Reloaded". Sie sind unter den insgesamt zwölf Preisträgern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)