27. März 2013

Fußball-WM 2022: Katar als "Sklavenhändler-Staat" beschuldigt

Sklaverei für den Fußball?

Der Internationale Gewerkschaftsbund kritisiert die Arbeitsbedingungen in Katar, dem Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2022, als "menschenunwürdig". Zwangsarbeit werde begünstigt, weil die Reisepässe ausländischer Hilfskräfte von den Arbeitgebern einbehalten werden können. Nach Angaben des ITUC kommen die Arbeiter meistens aus Nepal oder den Philippinen nach Katar. Sie lebten oft in schmutzigen, überfüllten Arbeitslagern. Versprochene Gehaltszahlungen würden nicht eingehalten.

Laut "Bild"-Zeitung bezeichnete der Gewerkschaftsbund Katar als "Sklavenhändler-Staat". Beim Bau der Infrastruktur für die WM würden wahrscheinlich viele Arbeiter sterben. Ihre Zahl werde die der gut 700 teilnehmenden Fußballer wohl übersteigen.

Der Fußball-Weltverband FIFA sagt, er habe schon Gespräche mit verschiedenen Organisationen geführt, um sichere und würdige Arbeitsbedingungen in WM-Ländern zu gewährleisten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)