27. März 2013
Evolutionsforscher des Max-Planck-Instituts haben eine Art Playboy-Villa für Mäuse gebaut.
Sie wollten untersuchen, welche Faktoren bei der Partnerwahl eine Rolle spielen. Dazu brachten sie Hausmäuse einer deutschen und einer französischen Population zusammen. Anfangs waren die Tiere bei der Paarung nicht wählerisch. Das änderte sich dann bei den deutsch-französischen Mischlingskindern. Sie wählten vor allem Mäuse aus, die die Nationalität ihres Vaters hatten.
Die Wissenschaftler führen das auf die Mäuse-Kommunikation im Ultraschallbereich zurück. Diese Sprache könne vor allem bei männlichen Tieren Individualität und Verwandtschaft ausdrücken. Sie werde vererbt - zum Teil auch genetisch. Französische und deutsche Mäuse könnten also tatsächlich verschiedene Sprachen sprechen. Weil Partner mit gleicher Sprache bevorzugt werden, entwickeln sich Populationen dadurch schneller auseinander. Nach Meinung der Wissenschaftler fördert das die Bildung neuer Arten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)