28. März 2013

Pflanzenschutzmittel schädigt Gehirn von Bienen

Die Honig-Biene gilt als drittwichtigstes Nutztier, nach Rindern und Schweinen.

Sie übernimmt den Job, einen großen Teil der Pflanzen zu bestäuben - die uns dann Energie und Vitamine liefern.

Geht es den Bienen schlecht, hat das auch negative Folgen für den Menschen. Britische Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass oft eingesetzte Pestizide die Hirnfunktion der Bienen schädigen. Es geht um Neonicotionide, die zum Getreideschutz gespritzt werden, und um ein Mittel, das die Bienen eigentlich vor Milbenbefall schützen soll.

Im Labor-Versuch veränderten sich die Hirnregionen, die für das Lernen und die Erinnerung zuständig sind. Bienen waren nicht mehr in der Lage, sich Neues zu merken. Damit ist es auch nicht möglich, dass sie Nahrung finden. So besteht die Gefahr, dass die Bienenvölker sterben.

Die Forscher fordern jetzt, dass Pestizide entwickelt werden, die Bienen nicht schädigen.

Die Studie ist im Fachjournal "Nature Communications" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)