28. März 2013
Fast vollständig gelähmt im Rollstuhl sitzen und trotzdem in einer Uni-Bibliothek arbeiten und Bücher katalogisieren?
Das muss kein Widerspruch sein. Zumindest wenn "Friend" hilft. "Friend", so heißt ein Assistenz-Roboter, den ein Forscherteam der Universität Bremen entwickelt hat.
Aktuell läuft der erste Praxis-Test mit einer Frau, die an Multipler Sklerose leidet und vom Hals abwärts gelähmt ist. Sie arbeitet in der Bremer Staats- und Unversitätsbibliothek. Ihre Aufgabe: Alte Bücher aus dem Bestand in eine Onlinedatenbank einpflegen. Ihren Roboterarm kann die Bibliotheksmitarbeiterin mit einem Joystick bedienen. Die Bücher werden durch einen speziellen Saugmechanismus aufgeschlagen. Bisher wurden so in Bremen 3.000 Bücher katalogisiert.
Die Bremer Forscher haben die Vision, dass ihre Arbeit hilft, dass Menschen in ihren Beruf zurückkehren können. In Deutschland sind 17.000 Menschen querschnittsgelähmt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)