28. März 2013

Hintergrund: Ostermärsche

Ostern steht bevor - und damit auch wieder Ostermärsche in ganz Deutschland.

Heute sind Kundgebungen in Erfurt und Suhl in Thüringen geplant. Bis Ostermontag gibt es deutschlandweit rund 80 Ostermärsche.

Die Geschichte dieser Aktionen beginnt in Deutschland Anfang der 60er Jahre. Pazifisten schlossen sich zusammen, um ein Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen. In Flugblättern stand beispielsweise, dass diese Waffen die größte Gefährdung der Menschheit sind und es darum gehe, aus einer entschiedenen Minderheit eine kraftvolle Mehrheit zum Segen aller Völker zu machen.

Die Bewegung wuchs, als die Regierung die Bundeswehr auch im Inneren einsetzen wollte und den Vietnam-Krieg finanziell unterstützte. 1968 demonstrierten 300.000 Menschen. In der Hochzeit des Kalten Krieges 1983 forderten fast 800.000 Menschen Frieden.

Seitdem hat das Interesse an den Ostermärschen aber deutlich nachgelassen. Trotzdem: Die Friedensbewegung bleibt aktiv. In diesem Jahr stehen die deutschen Rüstungsexporte im Mittelpunkt der Aktionen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)