28. März 2013
Wenn ein Kind die ersten Schritte macht, sind Eltern begeistert.
Und wenn das Kind im Vergleich zu Gleichaltrigen eher spät dran ist, machen sie sich oft Sorgen. Dafür gibt es aber keinen Grund, haben Kinderärzte in der Schweiz herausgefunden. Kinder, die früh laufen, sind nämlich später nicht intelligenter als die, die erst spät laufen lernen. Die Wissenschaftler aus Zürich und Lausanne haben gut 220 Kinder mehrere Jahre lang begleitet. In den ersten beiden Lebensjahren wurden die Kleinen siebenmal untersucht, später wurden regelmäßig Bewegungs- und Intelligenztests mit ihnen durchgeführt. Die Kinder begannen im Alter zwischen achteinhalb und 20 Monaten zu laufen. Einen Zusammenhang mit den späteren Leistungen in den Tests gab es nicht.
Die Wissenschaftler raten Eltern also zu mehr Gelassenheit. Nur wenn das Kind nach 20 Monaten immer noch nicht selbstständig gehen könne, sei es nötig, zum Arzt zu gehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)