29. März 2013

Rätselhafte Feenkreise enstehen laut einer neuen Studie durch Termiten

Ein Professor von der Universität Hamburg hat neue Erkenntnisse über ein Phänomen gesammelt, das Wissenschaftler weltweit schon lange beschäftigt.

Es geht um rätselhafte rote Kahlstellen in der afrikanischen Wüste - die sogenannten Feenkreise. Sie kommen zu Hunderttausenden vor. Jeder Kreis sieht aus wie mit einem Zirkel gezogen; um ihn herum wächst ein Kranz mit hohem Gras.

Wissenschaftler gingen bisher davon aus, dass die Kahlstellen durch aufsteigendes Erdgas oder Ameisen entstehen. Ein Forscher aus Hamburg hat im Fachmagazin "Science" eine andere Theorie aufgestellt. Er glaubt, dass Sandtermiten für die Feenkreise verantwortlich sind. Für seine Studie untersuchte der Biologe zwischen 2006 und 2012 einen zweitausend Kilometer langen Wüstenabschnitt in Afrika. Ergebnis: Immer, wenn er auf Feenkreise stieß, gab es in den kahlen Stellen auch Populationen von Termiten. Die Theorie des Hamburgers: Die im Boden lebenden Insekten vernichten alle Gräser, weil sie die Wurzeln fressen. Zurück bleiben die leergefressenen Flächen. Bei Regen fließt das Wasser in den sandigen Erdboden und lagert sich ab. Dieser Speicher im Boden ermöglicht Termiten, in der Trockenzeit zu überleben. Und: Das unterirdische Wasser versorgt auch Pflanzen mit genügend Feuchtigkeit, wodurch an den Rändern der Kahlstellen viel Grün wächst.

Andere Forscher haben schon auf die Studie reagiert. Sie sind skeptisch, ob wirklich Termiten für die Feenkreise verantwortlich sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)