2. April 2013
Wenn im Film das Blut spritzt, dann schalten wir eher an als ab.
Gewalt auf der Leinwand fasziniert uns mehr, als dass sie uns abstößt. Auf Basis dieser Ergebnisse früherer Studien hat eine Medienwissenschaftlerin aus Augsburg weiter geforscht. Sie ließ knapp 500 Menschen Filmtrailer beurteilen, wie angmessen sie die Gewalt dort fanden. In der Zeitung "Die Welt" spricht sie über die Ergebnisse: Demnach akzeptierten die Zuschauer die Gewaltdarstellungen, wenn sie einen Sinn ergaben und sie sich auf Lebensituationen beziehen ließen - zum Beispiel, weil der Filmheld damit für Gerechtigkeit sorgt. Nach Angaben der Forscherin machte es dabei keinen Unterschied, wie gebildet die Probanden waren. Allerdings reagierten ältere Menschen stärker als Jüngere: Für sie war es noch wichtiger, dass Gewalt im Film einen Grund hatte.
Ihre Arbeit will die Forscherin demnächst auf einer internationalen Konferenz vorstellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)