2. April 2013
Die Regale deutscher Gerichte sind voll. Voll mit Akten und ausgedrucktem Schriftverkehr.
In Nordrhein-Westfalen soll sich das ändern. Das Justizministerium des Landes plant, dass es ab dem Jahr 2022 nur noch elektronischen Schriftverkehr geben soll. Derzeit müssen Briefe an Gerichte meist in Papierform eingereicht werden - oft in mehrfacher Ausfertigung. Für einige Gerichte gibt es den sicheren papierlosen Schriftverkehr schon, ab 2018 sollen Rechtsanwälte und Notare überall testweise die Möglichkeit bekommen, nur über Computer oder Smartphone mit den Gerichten zu kommunizieren.
Das Justizministerium will damit nach eigenen Worten moderner und bürgerfreundlicher werden. Außerdem sollen Porto, Papier und Arbeitsaufwand reduziert werden.
In NRW gibt es mehr als 200 Gerichte. 2011 wurden dort über eine Million Klage- und Strafverfahren verhandelt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)