3. April 2013
Im "Rückspiegel" blicken wir heute 180 Jahre zurück in die Geschichte. Am 3. April 1833 stürmten und besetzten etwa 50 Menschen die Frankfurter Hauptwache und die Konstablerwache. Es waren vor allem Studenten und Handwerksgesellen.
Sie wollten damit eine allgemeine Revolution auslösen. Der Plan scheiterte aber, weil die Aufständischen keine Unterstützung durch die Bevölkerung bekamen. Die gescheiterten Revolutionäre flohen ins Ausland oder wurden verhaftet. Dabei stellten die Beamten unter anderem das Erkennungszeichen der Gruppe sicher: schwarz-rot-goldene Bänder. Sie liegen noch heute bei den Gerichtsakten im Frankfurter Stadtarchiv.
Der Wachensturm ging als eine der wichtigsten politischen Aktionen des deutschen Vormärz' in die Geschichte ein. Er gilt neben anderen Aktionen als Wegbereiter für die spätere Märzrevolution im Jahr 1848. Sie veränderte, gemeinsam mit den anderen Revolutionen in Europa, die politische Kultur und das Demokratieverständnis nachhaltig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)