3. April 2013

Diabetes-Risiko könnte sich an Melatonin-Werten ablesen lassen

Wer Diabetes bekommt und wer nicht, das hängt von vielen Faktoren ab.

Neben der Vererbung liegt es auch an der Ernährung, Bewegung oder Rauchen, ob das Diabetes-Risiko steigt oder nicht. Forschern aus Boston ist jetzt ein weiterer Faktor aufgefallen: der Melatonin-Level.

Melatonin ist ein Hormon, das vor allem Nachts im Gehirn gebildet und dann in das Blut abgegeben wird. Es steuert den Tag-Nacht-Rhythmus eines Menschen. Bei Untersuchungen stellten die Bostoner Forscher fest, dass Menschen mit niedrigen Melatonin-Werten doppelt so häufig Typ-2-Diabetes bekamen wie Patienten mit hohen Melatonin-Werten. Selbst wenn bekannte Faktoren wie Rauchen, Bewegung oder Ernährung mit eingerechnet wurden, war der Unterschied den Forschern zufolge noch signifikant.

Die Ergebnisse werden heute im Fachmagazin "JAMA" veröffentlicht. Die Wissenschaftler hoffen, damit den Anstoß für weitere Forschungen in dieser Richtung gegeben zu haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)