3. April 2013
"Pulp Fiction" ohne Geballer - das kann man sich nicht vorstellen.
In den USA wird derzeit darüber gestritten, ob es strengere Waffengesetze geben soll. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber die Regisseure in Hollywood fragen sich schon, welche Folgen strengere Regeln für ihre Filme haben könnten. Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach schieben sich die Lobbyisten der National Rifle Association und die Unterhaltungsbranche gegenseitig den Schwarzen Peter zu: Lobbyvertreter machen gewalttätige Filme für Amokläufe wie zuletzt in Newtown verantwortlich, der Kulturbetrieb beklagt dagegen die zu laxen Gesetze für Waffenbesitz. Welche Rolle Gewalt im Kino hat und ob sie für Morde mitverantwortlich sein kann, darüber gehen die Meinungen auseinander. Für Zuschauer kann sie zum Abbau von Aggressionen dienen, die dann stellvertretend auf der Leinwand ausgelebt werde. Auf der anderen Seite fragt die "SZ", ob nicht auch Mordraten etwas damit zu haben, wie respektvoll eine Gesellschaft mit menschlichem Leben umgeht - ob auf der Leinwand oder im realen Leben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)