3. April 2013

Kleinverlag darf keine Bücher im Pixibuch-Format herausbringen

Da hätte sich der Unsichtbar-Verlag wohl gewünscht, tatsächlich unsichtbar zu sein.

Er hat zehn mal zehn Zentimeter kleine Bücher herausgebracht - und sich damit Ärger mit dem Branchengiganten Carlsen eingehandelt. Denn der sah durch die Bücher seine Rechte verletzt - Carlsen bringt seit 1954 die Pixi-Bücher heraus, die genau dasselbe Format haben. Der Unsichtbar-Verlag hat eine Unterlassungserklärung abgegeben und seine kleinen Bücher zurückgezogen. Wie er auf seiner Website schreibt, soll die Edition aber neu herausgegeben werden - dann in einem anderen Format. Laut einem Bericht im "Tagesspiegel" sollen es statt zehn mal zehn dann zehn mal zwölf Zentimeter sein. Damit habe Carlsen keine Probleme.

Im Netz und unter Künstlern sorgte der Fall für Unverständnis. Einer der Autoren der verbotenen Bücher, Simon Höfer, reagierte laut "Tagesspiegel" mit Galgenhumor - vielleicht solle er sich ein Patent auf DIN A4 besorgen, um dann die ganze Welt zu verklagen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)