3. April 2013

Katar: Umstrittene Olympia-Ausstellung wird ohne die Skulpturen nackter Athleten eröffnet

Dieser Ausstellungssaal wird wohl für viele Diskussionen sorgen, denn er ist leer.

Denn die Statuen nackter antiker Athleten in der Schau "Mythos Olympia" sind der Zensurbehörde in Katar offenbar zu freizügig. Zu sehen seien deshalb nur die Klebestreifen, die die Standorte der griechischen und römischen Statuen markieren sollten, schreibt die französische Zeitung "Libération" auf ihrer Internetseite. Übriggeblieben sei ansonsten nur das Schild, das Besucher vor möglicherweise anstößigen Exponaten warnen sollte.

Die Zensur der Statuen wirkt absurd, denn das Sportmuseum von Katar ist einer der wichtigsten Geldgeber für die Ausstellung.

"Mythos Olympia" war im Herbst im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. Schon damals hatte sie für Diskussionen gesorgt. Denn Kritiker werfen dem Geldgeber Katar vor, ungebührend Einfluss auf das Konzept genommen zu haben, um sich mit dem Internationalen Olympischen Komitee gut zu stellen. Katar hatte sich für die Olympischen Sommerspiele 2020 beworben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)