4. April 2013
"Hitler ist nicht mehr, was er mal war!"
Dieser Ansicht ist der Sozialpsychologe Harald Welzer. Der "Zeit" sagte er, Anfang der 80er Jahre habe der Hitler-Kult noch gleichermaßen aus Dämonisierung wie auch aus Faszination und Ehrfurcht bestanden. Damit erklärt Welzer, dass der "stern" vor 30 Jahren auf die gefälschten Hitler-Tagebücher hereingefallen ist.
Er glaubt aber nicht, dass das heute nochmal passieren könnte. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus habe sich von Hitler gelöst. Das sei auch daran zu sehen, dass ein ironischer Umgang mit dieser Figur möglich geworden ist. Die Hitler-Faszination sei vor allem ein generationelles Phänomen - sie habe sich nicht in die dritte und vierte Generation übertragen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)