5. April 2013

Chemotherapie wirkt überraschend anders als gedacht

Eine Chemotherapie bekämpft Tumore nicht direkt.

Sie aktiviert das Immunsystem - und das übernimmt dann die Hauptarbeit im Kampf gegen den Krebs. Das haben Mediziner vom Nationalen Institut für Gesundheit und Medizinforschung in Frankreich in Experimenten mit Mäusen herausgefunden.

Wenn Tumorzellen bei einer Chemotherapie zerstört werden - so die Forscher -, dann setzen sie einen Stoff frei, der körpereigene Abwehrzellen an den Ort des Tumors schickt. Dadurch bekommt das Immunsystem das Signal, dass ein Eindringling vorhanden ist und kann diesen abwehren.

Die Mediziner nannten das Ergebnis überraschend. Bis jetzt waren sie davon ausgegangen, dass eine Chemotherapie wie ein Antibiotikum funktioniert und schädliche Zellen direkt zerstört.

Die Ergebnisse der Studie könnt ihr im Fachmagazin Immunity nachlesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)