5. April 2013
Dieser Mann nimmt Geld für Wutausbrüche.
Oliver Bienkowski leitet eine Marketing-Agentur, die Shitstorms im Internet verkauft. In der "Süddeutschen Zeitung" erklärt er, wie das funktioniert. Bienkowskis Mitarbeiter haben jeweils bis zu 250 Nutzerprofile, mit denen sie bei Facebook, Twitter und Co im Auftrag Statements posten. Das können böse Statements sein wie beim Shitstorm. Oder positive - dann hat man einen Candystorm. Ein Auftrag kostet je nach Größenordnung rund 5.000 bis 200.000 Euro. Die Kunden sind meistens mittelständische Unternehmen. Namen will Bienkowski nicht nennen.
Auf die Frage nach der Moral sagt er, sein Unternehmen verbreite keine Lügen und mache nichts, was andere ausgrenze. Solange seine Methode nicht verboten sei, wolle er so weitermachen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)