5. April 2013
Bonner Forscher machen Menschen mit schweren Depressionen Hoffnung.
Sie haben eine neue Behandlungsmethode getestet - bisher zwar erst an sieben Patienten -, aber die Ergebnisse seien "sensationell". Die Wissenschaftler vom Bonner Uniklinikum haben, wie schon in früheren Studien, den Patienten Schrittmacher-Elektroden eingepflanzt. "Tiefe Hirnstimulation" nennt sich die Methode. Diesmal aber implantierten die Forscher die Elektroden an einer anderen Stelle als in früheren Tests. Die Folge: Die Methode wirkte stärker und schneller. Bei sechs der Patienten verbesserte sich die Stimmung schon nach wenigen Tagen: Sie hatten weniger Angst und zeigten mehr Elan und Freude. Nach anderthalb Jahren ging es allen Patienten deutlich besser. Die Forscher sind nach eigenen Angaben jetzt offenbar der Hirnstruktur näher gekommen, die für schwere Depressionen verantwortlich ist.
Ihre Ergebnisse haben sie in einer internationalen Fachzeitschrift veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)