8. April 2013
Für ihn ist es eine Erfolgsgeschichte.
Der Osnabrücker Integrationsforscher Jochen Oltmer meint, dass Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion mitten in der Gesellschaft angekommen sind.
Dem Evangelischen Pressedienst sagte er, 20 Jahre nach der ersten Einwanderungswelle gebe es in der zweiten Generation kaum noch Unterschiede bei Schulabschlüssen oder Studierendenzahlen. Eine vollständige Angleichung an die restliche deutsche Bevölkerung sei aber erst mit der dritten Generation zu erwarten.
Der Forscher der Uni Osnabrück sieht es auch als Indiz für eine gelungene Eingliederung, dass öffentlich nicht mehr über Aussiedler diskutiert werde. Viele Russlanddeutsche betrachteten ihre Integration auch selbst als Erfolgsgeschichte.
Nach offiziellen Zahlen sind seit 1990 rund zwei Millionen Spätaussiedler aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland eingewandert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)