8. April 2013
Starb der chilenische Dichter Pablo Neruda eines natürlichen Todes oder wurde er während der Pinochet-Diktatur ermordet?
Eine Exhumierung soll die Antwort geben: Forensik-Experten haben in der Küstenstadt Isla Negra damit begonnen, das Grab des Dichters zu öffnen.
Offiziell starb Neruda 1973 an Krebs - wenige Tage nachdem General Augusto Pinochet die Regierung Salvador Allendes gestürzt hatte. Nerudas Chauffeur Manuel Araya behauptet jedoch, sein Chef sei vergiftet worden. Er habe kurz vor seinem Tod im Krankenhaus eine verdächtige Spritze bekommen. Neruda war ein Unterstützer des Sozialisten Allende und engagierte sich gegen den Faschismus. 1971 erhielt er den Literaturnobelpreis.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)