8. April 2013
Wie können 1,7 Milliarden Inder auch noch im Jahr 2050 ausreichend ernährt werden?
Mit dieser Frage befasst sich die Fachzeitschrift "Asien Scientist". In einem Debattenbeitrag zeichnet der Wissenschaftler Ranjit Goswamis vom "Institute of Management Technology" in Nagpur ein düsteres Szenario.
Derzeit konsumiere ein auf dem Land lebender Inder 2.300 Kalorien pro Tag. Damit liegt er unter der Grenze des benötigten Minimums. Das anhaltende Bevölkerungswachstum, knappe Ressourcen - vor allem der Mangel an Wasser - und steigende Preise für Agrarrohstoffe dürften die Lage verschlimmern, lautet die Prognose.
Eine Lösung, wie zum Beispiel die Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft, sieht der Forscher nicht. Stattdessen lobt Goswamis das Modell der Ein-Kind-Politik im Nachbarstaat China. Dort sei der Höhepunkt des Bevölkerungswachstums im Jahr 2026 erreicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)