9. April 2013
Keiner lässt sich gerne ein Kuckucksei ins Nest legen.
Um dieses Parasitentum zu umgehen, haben Schwalben in Europa und China ganz unterschiedliche Methoden entwickelt. Das legt eine Studie chinesischer Biologen nahe. In einem Experiment jubelten sie Mehl- und Rauchschwalben auf beiden Kontinenten künstliche Kuckuckseier unter. In der künstlichen Situation der Studie schienen die chinesischen Schwalben geschickter als ihre Artgenossen aus Europa. Sie erkannten die Kuckuckseier deutlich häufiger und warfen sie aus dem Nest.
Doch in der freien Natur wissen sich die europäischen Schwalben genauso gut zu schützen. Das liegt nach Beobachtung der Forscher an einer simplen aber effektiven Strategie: Denn die Tiere hierzulande nisten anders als die chinesischen vornehmlich in Menschennähe - wie etwa an Hausfassaden oder auf Balkonen. Das mache die Nester für den Kuckuck unzugänglicher und verhindere so, das Einnisten eines falschen Eis.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)