9. April 2013

Römischer Dichter Vergil soll in seiner "Aeneis" ein Copyright versteckt haben

Millionen Lateinschüler haben sich schon durch die "Aeneis" gekämpft.

Der Gedichtband ist schließlich etwa zweitausend Jahre alt. Und trotzdem behaupten Wissenschaftler, sie hätten darin jetzt noch etwas Neues entdeckt. Der Schweizer Historiker Thomas Kadelbach stellt in der "Neuen Zürcher Zeitung" die Arbeit seines Kollegen Christiano Castelletti vor. Der hat in dem Epos des römischen Dichters Vergil angeblich ein Akrostichon gefunden - eine im Text versteckte Botschaft. Castelletti hat sich die ersten vier Zeilen genauer angeschaut und festgestellt: Wenn man die ersten und letzten Buchstaben zusammenfasst, ergibt sich übersetzt der Hinweis: "Aus dem Griffel des Vergil Maro". Und wozu das Ganze? Kadelbach erklärt, damals seien Texte häufig mündlich überliefert worden. Mit so einer Signatur konnte sich der Autor als Urheber kennzeichnen. Es könnte sich also um ein antikes Copyright handeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)