9. April 2013
Das Verteidigungsministerium geht rechtlich gegen die WAZ-Mediengruppe vor - Grund sind Papiere über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr.
Die WAZ hatte die Dokumente schon im November online veröffentlicht. Sie waren mit dem Hinweis "Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch" versehen. Das ist die niedrigste der vier Geheimhaltungsstufen.
Insgesamt sind es 5.000 Seiten aus den Jahren 2005 bis 2012. Darin geht es um vertrauliche Informationen, die das Verteidigungsministerium regelmäßig für den Bundestag zusammenstellt. Hinzu kommen öffentliche Informationen über Einsätze der Bundeswehr im Ausland.
Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" findet allerdings, dass diese öffentlichen Berichte den Einsatz in Afghanistan zu sehr verharmlosen würden. Der Medienkonzern aus Essen will deshalb die vertraulichen Papiere nicht aus dem Internet nehmen. Das Verteidigungsministerium sagte, es sei noch nicht entschieden, wie es rechtlich weitergehe.
Hier die ausführliche Meldung des Medien-Dienstes "Kress" mit einem Link zu den Dokumenten:
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)