10. April 2013

Gedenktafel erinnert an ersten Computer der DDR

Der erste Computer der DDR hieß "Oprema".

Das ist die Abkürzung für "Optische Rechen-Maschine". Er wurde Mitte der 50er-Jahre von Wissenschaftlern des VEB Carl Zeiss Jena konstruiert und bis zu seiner Verschrottung 1963 eingesetzt. Ganze 55 Quadratmeter groß war der Rechner - und bestand unter anderem aus 17.000 Relais und 500 Kilometern Leitung. Heute bekommt "Oprema" in der Stadt Jena nachträglich eine eigene Gedenktafel. Die Tafel wird in der Nähe von dem Haus angebracht, in dem der Großrechner früher stand - das Gebäude selbst gibt es mittlerweile nicht mehr.

"Oprema" war eigentlich als Doppelrechner konzipiert - weil aber schon die erste Maschine so zuverlässig rechnete, war der Doppelbetrieb dann doch nicht notwendig.

Der Computer schaffte durchschnittlich 100 Rechenoperationen pro Sekunde - für seinen Typ war das recht gut. Die heutigen Supercomputer sind mehr als 10 Billionen Mal so schnell.

Die Thüringer Landeszeitung schrieb über "Oprema": "Die Funktionsweise der Maschine ist außerordentlich kompliziert und sehr schwer zu erklären."

Hier gibt es weitere Informationen vom Jenaer Institut für Informatik über "Oprema".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)