10. April 2013

"Made in China" heißt längst nicht mehr Billiglöhne

China ist auf dem Weg weg vom Billiglohn-Land.

Das schreibt das "Handelsblatt". Viele Unternehmen suchten inzwischen in anderen Ländern nach Produktionsstandorten. Fast jeder dritte Textilbetrieb sei schon abgewandert. Das zeige sich auch in der Statistik: 2012 schrumpften in China zum ersten Mal seit drei Jahren die ausländischen Direktinvestitionen.

Wie die Zeitung beobachtet hat, fördert die chinesische Regierung diesen Trend sogar aktiv. Peking wolle nicht ewig Billigheimer bleiben - und fürchte auch den Unmut in der Bevölkerung, denn die Arbeiter gäben sich nicht mehr mit Ausbeuterlöhnen zufrieden.

Die internationalen Unternehmen müssen auf der Suche nach neuen Billiglohn-Ländern aber nicht weit weg schauen: nämlich nach Südostasien, zum Beispiel nach Indonesien. Japanische Autobauer und koreanische Unterwäschehersteller produzieren dort schon.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)