10. April 2013

Bundesanstalt zieht mit Labor aus Atomlager Asse aus

Der alte Salzstock Asse ist, was er ist: ein Atommülllager.

Seit rund drei Jahren gilt für die alten Stollen nicht mehr das Bergrecht, sondern das Atomrecht. Mit Konsequenzen auch für eine Behörde, die in der Asse unter Tage ein Labor betrieben hat. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt berichtet jetzt stolz von ihren neuen Räumen: Sie ist in einen Salzstock nach Grasleben in Niedersachen umgezogen. Seit die Asse eine Atomanlage ist, konnten die Mitarbeiter ihre Labors dort kaum noch nutzen.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt betreibt Räume, um Messgeräte für Strahlung einzustellen. Sie kalibriert nach eigenen Angaben einen Großteil der Dosimeter-Syteme, die in Europa eingesetzt werden. Sie hängen zum Beispiel an Zäunen von Atomkraftwerken, um Strahlung zu messen. Die Bundesanstalt stellt die Geräte unter der Erde in Salzstöcken ein, weil es hier besonders wenig Radioaktivität gibt - auch die, die ganz natürlich in der Umwelt vorkommt.

So sieht das Salzstock-Labor aus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)