10. April 2013

Arsen, Cadmium, Blei: 70 Prozent des Ackerlandes in China sind vermutlich belastet

Neun Jahre in Folge hat China zuletzt Rekordernten eingefahren.

Doch der Erfolg hat seinen Preis. Das Gesundheitsministerium in Peking hat erstmals Details einer bisher geheim gehaltenen Studie preisgegeben. Demnach sind die Ackerböden des Landes stark verseucht - unter anderem durch den falschen Einsatz von Düngemitteln. Außerdem seien giftige Schwermetalle nachgewiesen worden und Rückstände verbotener Unkrautvernichtungsmittel.

Konkrete Zahlen nannte das Ministerium nicht. Experten gehen aber davon aus, dass bis zu 70 Prozent des Ackerlandes in China belastet sind - unter anderem mit Schwermetallen aus der Industrie wie Blei, Arsen und Cadmium, die in Lebensmittel gelangen. Sie gelten als eine Ursache dafür, dass in manchen Industrieregionen Chinas überdurchschnittlich viele Babys mit Geburtsfehlern zur Welt kommen.

Eine Lösung für das Problem hat das Gesundheitsministerium nicht parat. Das Thema sei vielschichtig, hieß es, weil China auf höhere Getreideernten angewiesen sei. In den vergangenen dreißig Jahren wurde die Produktion nahezu verdoppelt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)