11. April 2013

Spruchreif: Georg Büchner über die Langeweile

Das Zitat des Tages stammt heute von Georg Büchner.

"Was die Leute nicht alles aus Langeweile treiben! Sie studieren aus Langeweile, sie beten aus Langeweile, sie verlieben, verheiraten und vermehren sich aus Langeweile und sterben endlich aus Langeweile."

Die Worte stammen aus dem Lustspiel "Leonce und Lena", das 1836 erschien. Georg Büchner nimmt darin die Politik aufs Korn - und die Politik ist auch eines der großen Themen seines Lebens. Sein literarisches Werk ist nur sehr klein, dafür sehr bedeutend. Neben "Leonce und Lena" umfasst es das Drama "Dantons Tod" über die französische Revolution, das Fragment "Woyzeck", das oft im Theater gespielt wird, die Erzählung "Lenz" und die politische Flugschrift "Der Hessische Landbote". Georg Büchner wurde nur 23 Jahre alt, trotzdem hatte sein Werk großem Einfluss auf die Zeit des Vormärz, also der Epoche vor der Revolution von 1848.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)