11. April 2013
Ist es in Ordnung, dass Politiker in ihrem Amt die Kohleindustrie unterstützen, wenn sie dafür von derselben Industrie Geld bekommen?
"Greenpeace" hat heute das sogenannte "Schwarzbuch Kohlepolitik" vorgestellt. Darin werden 45 Politiker auf Landes- und Bundesebene aufgelistet, die die Kohleindustrie einseitig gefördert haben sollen. Beschrieben wird, wie sich die Politiker für die Industrie eingesetzt haben und dass sie vorher, währenddessen oder danach einen Job in der Kohlewirtschaft haben - etwa im Aufsichtsrat oder als externer Berater.
Besonders stark ist die Verknüpfung "Greenpeace" zufolge bei der SPD. Die Umweltschützer vermuten, dass dort die Bergbautradition besonders wichtig ist - etwa im Ruhrgebiet oder im Saarland.
"Greenpeace" meint, in keinem anderen Land wird so viel Braunkohle abgebaut wie in Deutschland - obwohl das die Umwelt massiv belaste.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)