11. April 2013

Iran kündigt "islamisches" Google Earth an

Der Kartendienst "Google Earth" war der Regierung im Iran schon lange ein Dorn im Auge.

Jetzt hat sie angekündigt, in Konkurrenz mit der Software zu treten und ein eigenes, islamisches Kartographierungsprojekt zu starten. Der Dienst soll den Namen "Basir" tragen und die Nutzer - Zitat - "zur Wahrheit lenken". Außerdem könne er jedem Muslim, egal wo er sich gerade aufhalte, immer die richtige Gebetsrichtung nach Mekka anzeigen.

Google hatte das iranische Regime schon einmal erbost, als es die Bezeichnung "Persischer Golf" in seinen Kartendiensten löschte, um sich aus einem jahrelangen Namensstreit herauszuhalten. Während der Iran darauf pocht, dass der Golf persisch ist, sprechen die arabischen Nachbarn vom Arabischen Golf.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)