12. April 2013

Der schwere Weg von Philosophie in Afrika

Es ist nicht leicht, im südlichen Teil Afrikas Philosoph zu sein.

Die Wiener Philosophin Anke Graneß schreibt in der Zeitschrift des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover über den Stand der afrikanischen Wissenschaft. Ein Problem ist laut Graneß, dass es in der Region so wenige Aufzeichnungen über frühere Erkenntnisse gibt - in der Subsahara könne man also nicht auf Philosophiegeschichte zurückgreifen wie in Europa, Arabien oder Asien.

Auch die Kolonialisierung hat laut Graneß tiefe Spuren hinterlassen: selbstbestimmtes Denken sei Afrikanern kaum möglich gewesen. Bis in die 60er Jahre seien afrikanische Philosophen außerdem an europäischen oder US-amerikanischen Universitäten ausgebildet worden - und hätten dabei nur euro-amerikanische Philosophie gelernt. Graneß meint, dass sich mittlerweile eigene afrikanische Forschungsrichtungen ausgebildet haben. Die seien hierzulande aber weitgehend unbekannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)