12. April 2013
Seit 42 Jahren liegen die Überreste einer sowjetischen Marsmission unter dem Mars-Staub.
Dort waren nämlich die Sowjets die ersten. 1971, also zwei Jahre nach der Mondlandung durch US-Astronauten, schickte die damalige Sowjetunion ihre dritte Mars-Mission auf die Reise. Der erste Satellit, der die Oberfläche vermessen sollte, ging verloren. Der zweite schaffte es zwar bis in die Umlaufbahn, doch das Landefahrzeug stürzte ab. Mit der dritten Mission gelang es dann aber Ende 1971, eine Landekapsel auf der Marsoberfläche abzusetzen - und sie schickte sogar Bilder zur Erde, allerdings nur wenige Sekunden lang.
Eine Gruppe russischer Raumfahrtfans wollte mehr wissen. Per Crowdfunding organisierten sie Geld, und mit Hilfe ehemaliger sowjetischer Ingenieure berechneten sie, wie die Überreste des Landesfahrzeugs heute aussehen müssten. Schließlich fanden sie auf Bildern des "Mars Reconnaissance Orbiters" der NASA deutliche Spuren: Verborgen unter dem Marsstaub könnten der Fallschirm, Reste des Hitzeschildes und auch das Landefahrzeug selbst zu erkennen sein. Die Bilder sollen nun weiter ausgewertet werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)