12. April 2013

Google bietet "Testament-Funktion" für's Netz an

Was passiert mit unseren Fotos und Dokumenten im Netz, wenn wir tot sind?

Der Internetkonzern Google hat eine Testament-Funktion vorgestellt. Damit sollen Nutzer mehr Kontrolle darüber haben, wie mit ihren Daten nach dem Tod umgegangen wird. Die neue Funktion ist mit den Konten von Gmail, Youtube, Picasa, Google+ und Drive verknüpft. Laut Google kann der Nutzer bestimmen, wann die Daten gelöscht werden, wenn es auf einem Konto keine Aktivitäten mehr gibt: ob nach drei, sechs oder zwölf Monaten. Außerdem könne man Bekannte oder Familienmitglieder als Verwalter bestimmen. Um zu vermeiden, das Daten fälschlicherweise gelöscht werden, soll der Nutzer per E-Mail oder SMS vorgewarnt werden.

In den USA ist rechtlich unklar, was mit Daten von Verstorbenen passiert. Es hatte einen Fall gegeben, bei dem die Familie eines Toten keinen Zugriff auf sein Yahoo-Konto erhielt, weil private Informationen nicht offengelegt werden durften. In Deutschland können die Erben die Online-Konten von Verstorbenen verwalten und sie erhalten dafür Passwörter. Voraussetzung dafür sind eine Sterbeurkunde und ein Erbschein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)