15. April 2013

Florida befürchtet Schnecken-Plage

Der Süden Floridas rüstet sich für eine Schnecken-Attacke.

In wenigen Wochen beginnt die Regen-Saison in dem US-Bundesstaat und Experten gehen davon aus, dass sich die Schnecken dann rasant vermehren. Es geht vor allem um die Ostafrikanische Riesenschnecke (Achatina fulica). Sie wird bis zu 30 Zentimeter lang, ihr Schneckenhaus bis zu 20 Zentimeter. Behördenangaben zufolge zerstört sie alle Pflanzen um sich herum.

Floridas Landwirtschaftsministerin zufolge versuchen Experten herauszufinden, woher die Schnecken kommen und von wo aus sie sich ausbreiten. Viele exotische Tierarten werden von Reisenden ins Land gebracht, die Behörde untersucht aber auch, ob die Schnecken von einer Religionsgemeinschaft in Miami gehalten werden. Dort gehören Schnecken zu bestimmten Ritualen.

Florida hatte schon einmal mit einer Schnecken-Plage zu kämpfen. 1966 brachte ein Junge drei Exemplare aus Hawaii mit. Innerhalb von sieben Jahren wurden daraus 17.000 Schnecken. Es dauerte noch einmal zehn Jahre, bis die Behörden sie ausgerottet hatten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)